William Wenton und das geheimnisvolle Portal von Bobbie Peers

Im letzten Jahr habe ich schon mit Begeisterung „William Wenton und die Jagd nach dem Luridium“ gelesen und Euch vorgestellt. Als im November die Fortsetzung erschien, musste ich direkt zuschlagen und habe mir selbst ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk gegönnt.

„William ist wieder zu Hause – aber nicht für lang. Während sein Großvater auf geheimer Mission zum Himalaya reist, muss er erst mal wieder die Schulbank drücken. Das hatte er sich ganz anders vorgestellt. Aber dann häufen sich bei William mysteriöse Ohnmachtsanfälle, in denen er das Himalayagebirge sieht. Was das wohl zu bedeuten hat? Steckt etwa der Fiesling Abraham Talley dahinter? Aber der soll doch tiefgefroren im Institut für posthumane Forschung liegen. Oder etwa nicht?“ (Quelle: Carlsen)

Der Einstieg erinnert mich ein wenig an Harry Potter – William Wenton sitzt Zuhause und darf nicht ans Institut zurück kehren. Er hört weder was von seinen Freunden, noch von seinem Großvater. Anstatt seinen Unterricht am fantastischen Institut wieder aufzunehmen, muss er sich wieder von seinen Lehrern und Mitschülern seiner alten „normalen“ Schule quälen lassen. Doch dann geht es ganz schnell – ohne weitere Erklärung wird er nach einem Schwächeanfall von seinem Großvater unter dramatischen Umständen abgeholt – nur um gleich darauf eingesperrt im Institut wieder im Unklaren gelassen zu werden …

Gefreut hat mich ein Wiedersehen mit „Tür“ – diesen sehr amüsanten Oboter fand ich schon im ersten Teil am allerbesten. Auch wenn „Tür“ diverse Nebenjobs annehmen muss, bleibt sie doch eine wunderbare Konstante in Williams Umgebung. Die anderen Freunde von William haben sich jedoch sprunghaft entwickelt – und ich als Leser fand es ehrlich schade, dass so wenig vom ursprünglichen Spirit des Institutes geblieben ist.

Die Handlung wirkt oft wirr – obwohl der Plot an sich recht simpel und unaufgeregt ist. Ich hätte mir hier mehr Plottwists und begleitende Handlungsstränge gewünscht. Trotzdem bleibt es über das ganze Buch so spannend, dass ich unbedingt weiter lesen wollte.

Das Luridium bleibt ein Mysterium – ganz klar wird nicht, was es nun wirklich ist – ein ausserirdisches „Wesen“? Nur eine intelligente Metall-Legierung?

Kurz – als William das Depot für unmögliche Archäologie entdeckt war ich ehrlich begeistert. Bilder von „Warehouse 13“ sind in meinem Geist entstanden und ich würde mir mehr in diese Richtung für den nächsten Band wünschen!

„William Wenton und das geheimnisvolle Portal“ ist so ein typischer Zwischenband. Etwas unbefriedigend für mich, denn es fehlt der richtige Spannungsbogen, die Handlung ist zu simpel und das Ende ist sehr offen. Schade. Gerade die Zielgruppe ab 10 Jahre kann so ein offenes Ende glaube ich noch viel weniger leiden als ich. Da ich die Welt um Wililliam Wenton sehr mag, fiebere ich trotzdem auf den nächsten Band hin! Dieser hier konnte mich jedoch weniger begeistern und bekommt daher nur 3 von 5 Lieblingslesesessel von mir:

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  • Gebundene Ausgabe: 272 Seiten
  • Verlag: Carlsen
  • Erscheinungstermin: 2. November 2017
  • Sprache: Deutsch
  • Preis: 14,99 €
  • ISBN: 978-3551553683
  • Vom Verlag empfohlenes Alter: ab 10 Jahre

Weitere interessante Details zum Buch oder Autor erfahrt ihr direkt bei Carlsen.

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29 thoughts

  1. Ich höre zum ersten Mal von dieser Buchreihe. Und ich muss zugeben, ich habe nicht einmal Harry Potter gelesen, sondern nur im Fernsehen angeschaut. Aber die Geschichte, hört sich wirklich sehr ähnlich an…
    Liebe Grüße
    Tanja

  2. Liebe Verena,

    …nicht so ganz mein Genre … aber ich verschenke solche Bücher gerne an meine Schwester. Aber da sollte ich wohl besser auch mit dem 1. Band beginnen ;-). Schade dass dich der 2. Band nicht mehr so überzeugt hat.

    Liebe Grüße
    Verena

  3. Klingt an sich spannend, da sollte ich vielleicht mal mit dem ersten Band anfangen.
    Danke für die rezension.

    Lg aus Norwegen
    Ina

  4. Wenn ich Deine Rezi so lese, hört sich das doch sehr nach Kinderbuch an. Die mag ich dann eher wenn sie „süß“ sind, wie z.B. Snöfrid von Andreas H. Schmachtl. Ich hab aber ja auch Harry Potter schon nicht gelesen und kam mit Magisterium nur schlecht zurecht. Ist vielleicht einfach nicht mein Genre, wer weiß.

  5. Guten Abend.
    Das Buch habe ich irgendwo schon einmal gesehen und finde es von der Buchgeschichte her wirklich gut. Gefällt mir wirklich sehr. Muss es mir jetzt aber mal merken.

    Danke für deine Rezension und das liebe Kommentar auf meinem Blog.

    Liebste Grüße,
    Sandra

  6. Hey,

    das mag ich nicht, wenn der zweite Band wie ein Zwischenband wirkt und die Handlung vor sich her läuft. Meist wird dann aber der dritte Teil wieder total gut und lenkt das Ruder um :D

    Lg
    Steffi

  7. Das Buch klingt interessant. Wäre eventuell was für meinen großen. Von der Geschichte her wäre das genau was für ihn nur glaube vom lesen leider nicht nicht mit seinen fast 8. Aber vielleicht zum Vorlesen :). Oder was sagst du? Geht es auch schon für jüngere?
    Liebe Grüße Nadine

  8. dieses Buch klingt auf Grund der Geschichte schon sehr interessant für mich, da ich ja selber schon am Himalaya war … ist aber nun auch beinahe 2 Jahre wieder her! ich wäre gespannt, was der Großvater auf seiner Reise alles erlebt 🙂
    liebste Grüße auch,
    ❤ Tina

  9. Ich bin gerade auf der Suche nach tollen Geschichten für meine Tochter (sie wird bald 10) und ich glaube, ich werde ihr mal den ersten Teil kaufen. Hört sich ziemlich toll an die Geschichte, vielleicht gefällt es ihr ja ;-)

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