Verschließ jede Tür von Riley Sager (Rezension)

Ich hatte mehr erwartet…

Nicht falsch verstehen, ich hatte wirklich Freude am Lesen und spannend war das Buch auch – nur leider nicht so gut wie die vorherigen Bücher von Riley Sager. Final Girls und Schwarzer See hatten mich wirklich überrascht und nicht mehr aus ihrem Bann entlassen.

Jules Larsen hat das Glück nun wirklich nicht gepachtet… Eltern tot, Schwester vermisst, Job verloren, ihr Verlobter betrügt sie… kurz gesagt: Es könnte nicht schlimmer kommen! Da bietet sich ihr eine unglaubliche Chance: Sie darf als Wohnungssitterin in dem Haus ihrer Träume arbeiten. Luxus pur und auch noch gegen fürstliche Entlohnung – zu schön um wahr zu sein?

Leider ja…

Da ich jetzt nichts mehr tun kann außer zu warten, setzte ich mich auf das rote Sofa, die Waffe im Schoß, und starre die Tapete an.

Sie starrt zurück.

Verschließ jede Tür erfasst die Atmosphäre des mysteriösen Hauses und dessen Bewohner gut. Jedoch ist die Story recht vorhersehbar. Der „Täter“ ist mir schon beim ersten Erscheinen klar gewesen und der Hintergrund der grauslichen Taten im Bartholomew Building kurze Zeit später. Komischerweise kommt die Protagonistin zwar auf recht außergewöhnliche Ermittlungsideen – das Offensichtliche ignoriert sie jedoch mit Bravour.

Logiklücken (ein Bild taucht immer wieder auf, wo es unmöglich sein kann) und Schnitzer in der Übersetzung fallen dann mehr ins Gewicht, als es bei Hochspannung der Fall gewesen wäre.

Die Schere zwischen arm und reich in Amerika wird stark thematisiert. Fast lenkt es vom eigentlichen Plot des Thrillers ab.

Ich fühlte mich dennoch gut unterhalten.

Ich hatte mehr erwartet – trotzdem ist Verschließ jede Tür ein spannender Thriller. Das ist eben die Krux an der Erwartungshaltung. Die beiden Vorgänger von Riley Sager waren so überragend, dass ich nun von „einfach nur gut“ enttäuscht bin.

Bewertung: 4 von 5.

Wer also richtige Hochspannung erleben will, der sollte sich diese beiden Bücher genauer anschauen:

  • Taschenbuch: 400 Seiten
  • Verlag: dtv Verlagsgesellschaft
  • ET: 24. April 2020
  • Sprache: Deutsch
  • Übersetzung: Christine Blum
  • Preis: 10,95 €
  • ISBN-13: 978-3423219334
  • Klappentext: Ein Haus zum Träumen. Und zum Sterben. Jules hat einen Wahnsinns-Job an Land gezogen: Sie soll im Bartholomew, einem prachtvollen alten Hochhaus am Central Park, auf eine Luxuswohnung aufpassen. Und dafür 1000 Dollar die Woche kassieren! Einige seltsame Bedingungen gibt es allerdings: Sie muss jede Nacht im Apartment schlafen und darf niemanden in die Wohnung lassen. Kaum ist Jules eingezogen, häufen sich unheimliche Vorkommnisse. Von Ingrid, ebenfalls »Apartmentsitterin«, erfährt sie, dass das Bartholomew ein dunkles Geheimnis hat. Als Ingrid verschwindet, versucht Jules, das Geheimnis zu lüften – und gerät dabei selbst in größte Gefahr.

Das Buch habe ich selbst gekauft.

Weitere Meinungen dazu von meinen BloggerkollegInnen:

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