Traumspringer von Alex Rühle (Rezension)

Das Cover ist ein echter Kaufmagnet! Ich bin auch sofort auf das Buch angesprungen ohne den Inhalt zu kennen… Die Goldfolie passt super zu dem sonst recht schlicht gehaltenen Cover. Der Fokus liegt klar auf Titel und Protagonist – und obwohl Leon hier schon klar erkennbar ist mag ich es sehr!

Der Klappentext macht aber nicht weniger Lust auf das Buch:
Leon ist ein Traumspringer. Er kann unbemerkt in die Träume von anderen schlüpfen. Aber nicht nur das: Eines Nachts taucht er ein in eine verborgene und geheime Welt. Hier sammeln und archivieren Morpheus und seine Geschwister seit vielen tausend Jahren die Träume der Menschen. Doch Morpheus, der Hüter der Nacht, ist dringend auf Leons Hilfe angewiesen. Nur Leon kann wie ein nächtlicher Agent zwischen Tag- und Traumwelt hin- und herspringen und so herausfinden, was Morpheus‘ Bruder Krato im Schilde führt. Denn nach einem Streit ist Krato spurlos verschwunden. Er hat gedroht, die Traumarchive zu plündern. Will er etwa die Träume der Menschen zu Geld machen und in ein einzigartig neues Handyspiel verwandeln? (Quelle: dtv)

Leider wurde ich beim Lesen recht schnell herb enttäuscht… Denn obwohl mich die Handlung sofort in seinen Bann zog, hat mich die Sprache einfach nur genervt.

Hier ein Beispiel:

Ich hab dann Hausaufgaben gemacht und bin später mit dem Fahrrad rumgefahren. Hab bei Robert geklingelt, doch der hat nicht aufgemacht.(…) Am Ende hab ich mir Chips an der Tanke geholt und bin wieder heimgeradelt.

Ihr erkennt mein Problem? Klar, 12 Jährige reden so. The struggle is real… Aber muss man dann so schreiben und den wortkargen Kindern mit wenig Wortschatz auch noch darin bestätigen, dass das so völlig in Ordnung ist? Nein.

Ich habe trotzdem weiter gelesen. Ich gebe zu, hätte ich das Buch nicht als Rezensionsexemplar angefordert, wäre meine Durchhalte-Moral wohl nicht ganz so stark gewesen. Wenn man die Sprache mal ganz außen vor lässt so hat es sich auch durchaus gelohnt. Setting, Idee und Plot machen da schon eigens wett. Die Idee der Traumspringer ist wirklich genial und in so mancher Szene hab ich mich echt gegruselt. Der Spannungsbogen stimmt auch – bis auf das Ende. Das hat mich leider wieder enttäuscht. Der Ausgang ist mir zu offen und zielt sehr auf eien Fortsetzung ab. Das ist ja auch durchaus legitim, bei deiner Kinder- oder Jugendbuch möchte ich aber mehr Geschlossenheit der einzelnen Bände.

Wahrscheinlich war das erst der Anfang.

Ende.

Ich vergebe für Traumspringer nur 3 von 5 Lieblingslesesessel. Idee, Plot und Spannung hatten echt das Zeug zum Lieblingsbuch – Ausgang und Sprachstil waren jedoch leider absolut nicht mein Fall.

  • Gebundene Ausgabe: 256 Seiten
  • Verlag: dtv Verlagsgesellschaft
  • Erscheinungsdatum: 28. Februar 2019
  • Sprache: Deutsch
  • Preis: 14,95 €
  • ISBN: 978-3423762465
  • Vom Verlag empfohlenes Alter: ab 10 Jahre
  • Klappentext: 
    Leon ist ein Traumspringer. Er kann unbemerkt in die Träume von anderen schlüpfen. Aber nicht nur das: Eines Nachts taucht er ein in eine verborgene und geheime Welt. Hier sammeln und archivieren Morpheus und seine Geschwister seit vielen tausend Jahren die Träume der Menschen. Doch Morpheus, der Hüter der Nacht, ist dringend auf Leons Hilfe angewiesen. Nur Leon kann wie ein nächtlicher Agent zwischen Tag- und Traumwelt hin- und herspringen und so herausfinden, was Morpheus‘ Bruder Krato im Schilde führt. Denn nach einem Streit ist Krato spurlos verschwunden. Er hat gedroht, die Traumarchive zu plündern. Will er etwa die Träume der Menschen zu Geld machen und in ein einzigartig neues Handyspiel verwandeln?

Ein ganz herzliches Dankeschön geht an den dtv Verlag, der mir dieses Buch zur Verfügung gestellt hat – Bedingungslos!

Weitere Meinungen dazu von meinen BloggerkollegInnen:

Nadines Lesecouch

Kinderbuch Couch

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One thought

  1. Liebe Verena,

    schade, dass es dann im Gesamtpaket doch nciht gereicht hat, aber deine Kritik kann ich gut nachvollziehen und Geschmäcker sind einfach unterschiedlich ;)
    Eine schöne und ehrliche Rezension!

    Liebe Grüße
    Jill

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