Sternstunde – eine Wintererzählung von Karin Kalisa (Rezension)

Wie angekündigt brauchte ich nach Der Insasse erst mal ein herzerwärmendes Weihnachtsmärchen. Voilà! Zum Glück hatte ich eines auf meinem Lesestapel…

Kim Stella Goldschmidt ist an einem Heiligen Abend geboren. Sie ist daher seit sie denken kann vom Weihnachtsstern fasziniert. Sie hat sogar eine eigene Mappe, in der sie die schönsten Weihnachtsstern-Bilder sammelt. Eines Abends hört sie im Radio eine Wissenschaftssendung. Da behaupten die doch tatsächlich, dass der Weihnachtsstern gar kein Stern ist! Ein Klumpen aus Eis und Dreck soll er gewesen sein!!!

… dass dieses Kind jetzt ganz langsam wieder aufstand, das Radio ausdrehte, mechanisch zwei dicke Backhandschuhe überzog, einen Mohnstollen aus dem Ofen holte und ihm dabei die Tränen übers Gesicht liefen.

Das Weltbild der fast Achtjährigen fällt in sich zusammen – das kann nicht sein! So begibt sich Kim auf die Suche nach der Wahrheit…

Dieses Büchlein ist so wunderwunderschön! Im Inneren finden sich zauberhafte Illustrationen, die die außergewöhnlichen poetischen Sätze wunderbar unterstreichen.

Manchmal musste man kräftig den Kopf schütteln, manchmal musste man kräftig lachen. Das waren schon mal zwei Fähigkeiten, die das Leben sehr viel leichter machen konnten.

Die poetische Sprache steht in interessantem Kontrast zum doch sehr alltäglichem Inhalt. Das macht jede Seite zum Erlebnis. Ich würde am liebsten jeden zweiten Satz zitieren! Bitte lest dieses Buch!

„Jetzt strahlt und funkelt es, stimmt’s?“, fragte Arthur Sanftleben.

„Ja“, flüsterte Kim voller Freude, ohne die Augen zu öffnen, „wie kann das sein?“

„Deine Augen schauen jetzt nach innen, mitten in deinen Sternenwunsch hinein“,lautete die Antwort.

Das Ende ist genau so schön, wie der Rest des Büchleins. Ich habe geweint vor Glück und den Entschluss gefasst, dass ich die Geschichte gerne meiner Familie an Weihnachten vorlesen möchte. Besser kann man nämlich gar nicht das Wunder der Weihnacht zusammenfassen. In unser Zeit können wir uns einfach zu viele Dinge wissenschaftlich erklären und mit nur einem Fingertipp alle Informationen der Menschheit abrufen – und doch suchen wir nach Antworten, die darüber hinaus gehen. Manchmal ist es aber gar nicht wichtig, WIE etwas geschieht, sondern DASS

So inspiriert habe ich mich an mein allererstes Buch-Sketchnote gewagt:

Ok, das Zitat von Han Solo kommt NICHT im Buch vor, das konnte ich ich mir nur nicht verkneifen beim Millennium Falcon …

Nehmt Euch Zeit für dieses Büchlein und lasst Euch von Kim an die Hand nehmen und mit ihr entdecken, was wirklich zählt. Ich schenke Sternstunde – eine Wintererzählung von Karin Kalisa 5 von 5 Lieblingslesesessel und mein Herz!

  • Gebundene Ausgabe: 120 Seiten
  • Verlag: Droemer HC
  • Erscheinungsdatum: 1. Oktober 2018
  • Sprache: Deutsch
  • Preis: 12 €
  • ISBN: 978-3426281901
  • auch als Ebook und Hörbuch erhältlich
  • Klappentext: Eine so zauberhaft wie poetische Weihnachtsgeschichte der Spiegel-Bestseller-Autorin Karin Kalisa, für die Zeit der kurzen Tage und langen Nächte. Der wunderbare Weihnachtsstern soll nur ein Komet gewesen sein, ein Klumpen Gas und Staub? Die fast achtjährige Kim ist fassungslos über das, was sie da im Radio hört. Zwar weiß der Astrophysiker Arthur Sanftleben eine viel spannendere Geschichte zu erzählen, von einem ungewöhnlichen Zusammentreffen von Jupiter und Saturn. Doch erst der gleichaltrige Max, Star-Wars-Fan und Sternenkundiger, zeigt Kim, dass Wissenschaft und Wunder sich nicht ausschließen müssen.
    Eine ganz besondere Weihnachtsgeschichte: geheimnisvoll und strahlend wie der Weihnachtsstern selbst

Ein ganz großes Dankeschön geht an den Droemer Knaur Verlag, der es mir ermöglichte, dieses wunderbare Buch auf meinen Wunsch hin zu lesen! Dass mich das nicht beeinflusst hat, ist eh klar…

Weitere Meinungen dazu von meinen BloggerkollegInnen:

noch keine gesichtet…

Du hast das Buch auch gelesen und rezensiert? Dann hinterlasse mir doch gerne den Link in den Kommentaren, dann füge ich Dich hier noch mit ein!

5 thoughts

  1. Liebe Verena,

    ich liebe solche süßen Geschichten, die einen Hoffnung, Glauben und Liebe vermitteln. Gerade in der Weihnachtszeit lasse ich mich gern darauf ein. Danke für die Vorstellung und geniales Sketchnote!

    Liebe Grüße
    Tina

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