One Pot Soul-Food von Susanne Bodensteiner und Sabine Schlimm (Rezension)

Soul-Food

– was bedeutet das für Euch? Für mich ist das eine warme Suppe oder ein scharfes Curry wenn die Herbstkälte langsam in die Glieder kriecht. Oder Risotto oder Milchreis von meinem Mann zubereitet, wenn es mir nicht gut geht… Soul-Food ist toll! Kein Wunder also, dass ich bei diesem Titel sofort angesprungen bin – denn Soul-Food, und dann auch noch easy aus einem Topf – viel besser geht es doch eigentlich nicht!

Im Buch finden sich vegetarische Wundertöpfe, Fleischiges mit Wohlfühlfaktor, Seelenfutter bei die Fische und Seelenstreichler süß und sündig. Allein die Kapitel-Überschriften sind ja schon Soul-Food fürs Auge!

Als erstes habe ich eine indische Rote Beete Suppe gekocht. Rote Beete Suppe kannte ich bislang nur in der osteuropäischen Variante als polnischen Barszcz.  Hier mit Ingwer, Knoblauch und Tomaten kombiniert klang das aber auch spannend.

Ich gebe zu, für pürierte Suppen nutze ich nur noch meinen elektrischen Kochhelfer. So spare ich mir auch das schnibbeln von Zwiebeln, Knoblauch und Ingwer – und vor allem der Roten Beete (das ist nämlich immer eine Riesensauerei).

Nach dem Anbraten der obigen Zutaten zusammen mit Kreuzkümmel und Senfsamen kommen die Rote Beete und Tomaten dazu. Das Rezept schreibt stückige Tomaten aus der Dose vor – ich habe auf eigene zurück gegriffen.

Noch etwas Gemüsebrühe hinzu und 20 Minuten kochen lassen. Kürz pürieren und schon fertig! Nach nicht mal einer halben Stunde kann man sich von dieser Suppe wärmen lassen – und die Zutaten kommen allesamt aus der Vorratskammer. Sie schmeckt wunderbar fruchtig-scharf! Daumen hoch!

Ebenso wie die Suppe ist mir schon beim ersten Durchblättern der orientalische Kichererbsen-Topf ins Auge gesprungen.  Ich liebe die Kombination von scharf und Obst.

Kichererbsen habe ich eh immer da und Kürbis und Feigen haben jetzt Hochsaison. Paprika und Feta finden sich auch meist in unserem Vorrat, nur Pistazien und Ras el Hanout musste ich kaufen

Zum Kürbis säubern nehme ich übrigens immer diese tollen Werkzeuge, die mir meine Cousine aus Amerika mitgebracht hat:

Sie eignen sich nicht nur zum Schnitzen von Halloween-Kürbissen, sondern auch wunderbar zum Entkernen in der alltäglichen Küche! UND: sie machen gute Laune!

So aufwändig das Gericht auf den ersten Blick aussieht, ist es gar nicht. Nur das Gemüse schnibbeln, anbraten, würzen, Gemüsebrühe angießen und kurz kochen bis alles gar aber bissfest ist.

Dann kommen die Kichererbsen und Feigen dazu und dürfen sich kurz im Eintopf aufwärmen.

Als Topping kommen Feta, gehackte Pistazien und Minze (aus dem eigenem Garten) drüber – WOW!

Lecker! Sieh nicht nur fantastisch aus, sondern schmeckt sogar noch besser! Ich habe ein neues Lieblingsessen gefunden!

Auf jeden Fall will ich diese Woche noch gratinierte Gnocchi mit Rosenkohl und den süßen Kürbis aus dem Ofen ausprobieren. Wir lieben Rosenkohl (ja, auch die Kinder!) und die Kombination mit Gnocchi und Käse klingt perfekt. Kürbis als Nachspeise klang früher für mich seltsam, aber seit dem Pumpkin Pie letzte Woche bin ich auch Fan davon.

Mein Fazit:

Die Trefferquote für mich in One Pot Soul-Food ist extrem hoch. Die Rezepte kommen ohne viel Schick-Schnack aus und lassen sich leicht nachkochen. Ein Buch, das es sicher noch einige Wochen nicht von der Küche ins Bücherregal schaffen wird. Ich freue mich über neue Lieblingsrezepte und meine Familie über leckere Seelenwärmer. Volltreffer!

5 von 5 Lieblingslesesessel

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  • Gebundene Ausgabe: 192 Seiten
  • Verlag: GRÄFE UND UNZER Verlag GmbH
  • Erscheinungsdatum: 10. September 2018
  • Sprache: Deutsch
  • Preis: 19,99 €
  • ISBN: 978-3833867637
  • auch als Ebook erhältlich
  • Klappentext: Kann man Glück essen? Aber ja: Butterweich geschmortes Rindfleisch, knusprig-würziger Chili-Cheese-Auflauf oder saftig-süßer Aprikosencrumble sind wahre Gute-Laune-Garanten. Diese und über 80 weitere essbare Therapeuten – mal herzhaft, mal süß – sind nun in einem Buch versammelt: One Pot Soulfood! Sie helfen gegen Winterblues, Arbeitsärger, Liebeskummer und sämtlichen Alltagsungemach. Und was haben sie außerdem gemeinsam? Die Zubereitung kann einfacher nicht sein! Nur ein Topf, eine Pfanne, ein Blech – alles drauf oder hinein – ab in den Ofen oder auf den Herd – fertig! Und wenn Pasta, Eintopf, Auflauf & Co. so ganz von allein fertigköcheln und -schmurgeln, können Sie sich bequem zurücklehnen und feststellen: Soulfood war noch nie besser und einfacher. Also sprechen Sie die Zauberformel »One Pot« und kochen Sie sich den Alltag schön. Und weil es nach dem Essen kaum etwas abzuspülen gibt, bleibt die Haushaltsdepression aus, und Sie bleiben weiter glücklich – Seelenfutter at its best!

Ein ganz großes Dankeschön geht an den GU Verlag , der es mir ermöglichte, dieses wunderbare Buch bereits vorab zu testen!

Weitere Meinungen dazu von meinen wunderbaren BloggerkollegInnen:

noch keine gesichtet…

Du hast das Buch auch gelesen und rezensiert? Dann hinterlasse mir doch gerne den Link in den Kommentaren, dann füge ich Dich hier noch mit ein!

Welches ist Euer absolutes Soul Food?

26 thoughts

  1. One Pot Rezepte mag ich sehr gerne, weil sie eben, wie du schon erwähnt hast, meist ohne viel Schnickschnack auskommen und recht flott gemacht sind. Schaut auch wirklich lecker aus, was du da so fabriziert hast! 🙂

    Liebe Grüße,
    Verena von whoismocca.com und thepawsometyroleans.com

  2. hmmmm … da werd ich schon beim Buchtitel hungrig!
    Ich liebe ja One Pot Rezepte. Schnell einfach und mega lecker! Meistens haben meine Pots noch einen indischen Touch mit Curry und Kurkuma und Kichererbsen, es gibt keinen Pot ohne Kichererbsen bei mir ;)

    Sprinzenminzige Grüße, Iris 🐞

  3. Liebe Verena,

    das ist wieder einmal genau das richtige Buch für mich! So leckere Rezepte … und es klingt gar nicht so schwierig. Das werde ich mir zulegen :-)! Danke für deinen Tipp!

    lg
    Verena

    1. Gerne. Gerade wenn man so eingespannt ist wie Du mit Beruf und Familie ist es doch toll denn man mit wenig Aufwand so was tolles zaubern kann!

  4. Liebe Verena,

    wieder eine Klasse Rezension von Dir. Ich liebe ja die GU-Kochbücher und habe schon einige Exemplare bei mir im Bücherregal. Dieses fehlt allerdings noch. Der Gedanke an „One-Pot“ ist natürlich grandios. Gerade die neuen Ideen alter Klassiker die der gute alte Eintopf bietet haben mich neugierig gemacht. Herzlichen Dank.

    Liebe Grüße
    Blog-Pirat
    https://blog-pirat.com

  5. oul Food ist ja auch genau das richtige für diese Übergangszeit … im Moment stehen Suppen schon auf meinem Speiseplan und ganz viel buntes Gemüse 🙂
    die Suppe schaut auch unfassbar gut aus, die du direkt nachgekocht hast!

    das Buch landet selbstverständlich auf meiner Wunschliste – ob ich das wohl auch zu meiner 1 Buch/ Monat-Challenge verbuchen kann!? 😉

    liebste Grüße auch,
    ❤ Tina von liebewasist.com
    Liebe was ist auf Instagram

  6. Liebe Verena,
    das Buch liegt auch schon hier, ich bin aber noch nicht zum Nachkochen gekommen. ;-)
    Sabine Schlimm ist eine liebe Kollegin, und ihre ersten beiden „Seelenfutter“-Kochbücher sind ganz großartig. Ich schreibe demnächst mal was über alle drei Bücher …
    Liebe Grüße
    Kerstin

    1. Oh. Da muss ich doch gleich mal nach den anderen beiden Büchern schauen! Gerade hab ich den gratinierten Rosenkohl gegessen und schon wieder ein absoluter Volltreffer!

  7. Liebe Verena,

    jetzt habe ich schrecklichen Hunger. Mhhh, das sieht alles so lecker aus. Danke, dass du die Rezepte schon mal ausprobiert hast. Das Buch wird den Weg in meine Küche auch finden.

    Liebe Grüße,
    Mo

  8. Ich liebe One Pot Gerichte! So unkompliziert und schnell gemacht, herrlich :) Mein Soulfood sind in der Regel Nudelgerichte sämtlicher Art :D Meist schlicht als Aglio olio oder einfach mit Avocadocreme <3

  9. Ich mag Kochbücher ja total gerne. Manchmal braucht man halt wieder ein bisschen Inspiration. Mein Soulfood ist eine köstliche Kürbiscremesuppe, ein Brokkoliauflauf, Grießkoch und die Lasagne meiner Mama <3

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