#FBM18 Mein Donnerstag auf der Frankfurter Buchmesse 2018

Der Donnerstag war mein erster Messetag. Zu nachtschlafender Zeit bin ich ganz aufgeregt nach Frankfurt aufgebrochen. Buchmesse ist schon was ganz Besonderes. egal ob Frankfurt oder Leipzig – jede hat ihren eigenen Charme und ihre Besonderheiten.

Mein erster Termin war auch gleich schon um halb zehn das Bloggerfrühstück von Amazon Publishing. Nicht nur, dass ich endlich meine Lieblings-Übersetzerinnen Kerstin Fricke und Jeanette Bauroth wieder treffen durfte, (Mist, Foto vergessen!!!) – nein: Noch ein alter Bekannter ist mir da begegnet:

Den Cakepop von Amazon (Danke!) habe ich dann auf meinem echten Lieblingsleseplatz daheim gegessen!

Auf die Pressekonferenz mit Michelle Hunziker war ich gespannt. Sie hat gerade ein Buch im Bastei Lübbe Verlag veröffentlicht, in dem sie die Jahre in der Sekte verarbeitet, aus deren Fängen sie sich schlusssendlich befreien konnte.

Im Gespräch mit Marco Schreyl hat sie deutlich gemacht, wie schnell man auch als durchaus intelligenter und gefestigter Mensch so einer Sekte auf den Leim geht. Ich bin ehrlich, ich dachte zunächst dieses Buch sei nur eine PR Masche, mit der Frau Hunziker wieder präsenter in den Medien werden will – nun bin ich mir nicht mehr so sicher. Sie hat mich in jedem Falle mit ihrer Ehrlichkeit und Natürlichkeit beeindruckt. Ich freue mich darauf, das Buch zu lesen. Für Euch habe ich auch ein Exemplar mitgenommen. Das werde ich dann verlosen.

Klappentext: Sie ist eine strahlende Erscheinung, und ihr Leben scheint perfekt. Doch das war nicht immer so. Erstmals erzählt Michelle Hunziker von Zeiten in ihrem Leben, die alles andere als strahlend waren. Als junge Frau geriet sie in die Abhängigkeit einer Sekte. Schnell wurde aus dem anfänglichen Halt Zwang und Entmündigung. Die Sekte bestimmte fortan über ihr Leben und forderte die Trennung von ihrem Mann Eros Ramazzotti. Viele harte Jahre durchlitt sie, bis sie den Ausstieg schaffte und stärker als je zuvor ihr Leben wieder selbst in die Hand nehmen konnte.

Danach ging es in mein heiß geliebtes Spiegelzelt…

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Im Yogi-Tea Lesezelt fand die Preisverleihung des diesjährigen Storyteller Award statt. Das Lesezelt war im vergangenen Jahr immer mein Ort der Ruhe. Dieses Jahr war es eher die Sauna der Buchmesse

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Den Storyteller x Award hat Lemonbit mit Die Monstertrickserin gewonnen. Ein Buchkonzept, das die junge Autorin ganz auf das Medium Kindle zugeschnitten hat. An bestimmten Stellen im Buch muss der Leser sich für einen bestimmten Weg entscheiden und durch einen Klick kommt er dann an die Stelle, wo es weiter geht. Interaktives Lesen also. Bravo! Es gibt auch eine gedruckte Version der Geschichte, bei der man dann blättern muss. Ich freue mich schon sehr drauf!

Klappentext: Doris mag keine Monster. Dabei sind ihre Eltern das berühmte Monsterforscherpaar Callidus, dessen Labor sich auch noch im heimischen Keller befindet. Als diese eines Tages ein seltenes Monsterexemplar von einer Expedition mitbringen, offenbart es Kräfte, die nie zuvor von Menschen beobachtet worden sind. Leider sehr zum Nachteil von Familie Callidus. Nun ist es an Doris, ihre Eltern zu retten und eine entlaufene Monsterschar wieder einzufangen. Mit nichts als ein paar obskuren Monsterfallen, die sie im Labor findet, und ihrem Verstand. Dies ist ein Spielbuch, das speziell für das eBook-Format aufbereitet ist. Wer dieses eBook liest, trifft zusammen mit Doris auf knifflige Sprach- und Zahlenrätsel und beeinflusst durch kluge Entscheidungen den Verlauf der Handlung. Für Jung und Alt ab 14 Jahre

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Gewinnerin des „normalen“ Storyteller Awards war Elvira Zeissler, die unter dem Namen Ella Zeiss das Buch Wie Gräser im Wind geschrieben hat:

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Klappentext: Eine berührende und authentische Familiensaga über ein bislang wenig bekanntes Kapitel der Geschichte. 1930 wütet das Sowjetregime mit Enteignungen und Verhaftungen in den ehemals wohlhabenden deutschen Dörfern der Krim. Jeder, der noch Land oder Einfluss hat, schwebt in Gefahr. Wilhelm Scholz weigert sich, seinen letzten Grundbesitz an den Staat zu überschreiben. Mitten in der Nacht zerren bewaffnete Männer ihn, seine Frau Anna und ihre kleinen Kinder aus dem Haus. Die Familie wird in die eisige Wildnis des Hohen Nordens gebracht und Baumfällarbeiten zugeteilt. Inmitten von Hunger, Krankheit und klirrender Kälte kämpfen Anna und Wilhelm ums Überleben und um einen Platz in der neuen Weltordnung. Samuel Pfeiffer entgeht einem ähnlichen Schicksal nur durch eine rechtzeitige Flucht. In einer Nacht- und Nebelaktion verlässt er mit seiner Familie das Dorf und lässt alles zurück. Doch die Verschnaufpause währt nicht lang. Als deutscher Lehrer wird er immer wieder verfolgt und denunziert. Eine Odyssee von der Krim bis nach Baku beginnt …

Kurios, oder? In Leipzig, der Buchmesse im Frühling sind wir übers Eis geschlittert und in Frankfurt, der Buchmesse im Herbst wünschen wir uns FlipFlops und kurze Hosen! Strahlender Sonnenschein machte die Pause auf der Agora zu einem einmaligen Erlebnis!

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Dieses Jahr gab es noch mehr Food Trucks als im letzten Jahr. Aber auch diese konnten den Andrang zur Mittagszeit kaum bewältigen…

Da es am Donnerstag noch ruhig genug war um alle Hallen zu erkunden hat es mich auch zu den Hallen abseits der reinen Bücherwelt gezogen. The Arts war beeindruckend! Neben dem georgischen Alphabet konnte man noch viel mehr ausprobieren und bestaunen:

Natürlich habe ich mich auf der Wand der Aktion On the Same Page verewigt. Eine tolle Aktion – mehr dazu, wenn ihr dem Link folgt.

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Wieder in meiner Lieblingshalle – Halle 3 – angekommen hab ich den EMF Stand besucht und die liebe Ira besucht! Das macht für mich die Messe aus: Die Menschen offline treffen, die man sonst nur online liest! Und immer ist es toll, die Bloggerbetreuer kennenzulernen – bei Ira ist ein Treffen jedoch jedes Mal ein Fest!

Zum ersten Mal getroffen habe ich mich mit Lisa vom mitp Verlag. Auch hier hat sich aber der sehr positive Eindruck der Mails im Real Life bestätigt! Danke für das nette Gespräch!

Bei Arena war am Donnerstag ein ganz besonderer Gast: John August, der Autor von Arlo Finch – Im Tal des Feuers von John August (Rezension) ist extra aus den USA angereist und hatte Zeit zum signieren und für ein Foto!

Den Abschluss auf der Messe selbst bildete für mich der Empfang beim Loewe Verlag. Bei einer kleinen Stärkung durfte ich mit tollen Autoren wie Ursula Poznanski plaudern und habe auch eine Piper-Autorin getroffen: Nina Mac Kay deren Buch Dämonentage ich ja aktuell lese!

Mit Mona von Tintenhain habe ich dann noch den Abend bei einem schnuckeligen Mexikaner auslingen lassen. Notiz an mich selbst: Wenn Mexikaner sagen, dass der Dip etwas scharf ist… FINGER DAVON LASSEN!

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Spät erst bin ich in mein Hotel eingecheckt, das um Welten besser war, als die Grenzerfahrung vom letzten Jahr – erinnert ihr Euch?

Die Schlecktüte von Reisedepeschen.de hat letzte Kräfte mobilisiert, die aber nur noch für eine Dusche und grobes auspacken gereicht haben. Und das war erst der Donnerstag!

Wart ihr auch da?

Was habt ihr erlebt?

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