Drei Chutneys – perfekt zu Raclette oder Fondue …oder einfach so!

Meine Lieben,

keine Angst, der Lieblingsleseplatz wird nicht zum Foodblog. Aber nachdem ich gestern auf Instagram meine Vorbereitungen für die Festtage gepostet hatte überrollte mich eine Welle der Rezeptwünsche. Und da ich gerade eh kaum Zeit für meine Rezensionen finde weil immer was los ist, komme ich doch erstmal diesen Wünschen nach – weil ihr ja die besten Leser der Welt seid!!!

Wenn man die Chutneys sofort noch heiß in saubere (am Besten vorher ausgekochte) Schraubgläser füllt halten sie sich ewig – also theoretisch. Bei uns kommt es nie so weit ;-) außerdem ist es eine schöne Last Minute Geschenkidee oder ein tolles Mitbringsel für Einladungen! Ich habe einige Gläser mit weißem Lackstift beschriftet und mit einem netten Stoffrest oder Packpapier über dem Deckel sieht das super nett aus!

Die Angaben in den Rezepten sind nicht immer ganz genau, da ich selbst fast nie mit der Waage arbeite sondern lieber frei Schnauze kreativ experimentiere. So sind diese Rezepte auch entstanden. Der Birnensenf war mal ein Dip mit viel Mustkat, die Zwiebelmarmelade ein Rezept meiner Mutter mit Rotwein und das Mangochutney ist inspiriert durch mindestens 7 Rezepte aus dem Netz… Also lasst Eurer Kreativität freien Lauf und habt Spaß!

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weihnachtlicher Birnensenf

  • ca. 500g Birnen
  • etwas weniger als die entsprechende Menge Gelierzucker, damit es nicht so fest wird
  • etwas Apfelsaft (ich hab kalten, selbst gemachten Kinderpunsch genommen)
  • ein paar Pimentkörner (könnt ihr drin lasen aber lieber nicht draufbeissen)
  • Pumpkin Pie Spice (oder Lebkuchengewürz oder etwas Zimt) – wenn ihr den Senf fürs Sommerliche Barbecue macht, dann natürlich nciht)
  • ein wenig Chiliflocken, Cayennepfeffer oder frische Chilischoten – da finde ich die Dosierung immer schwierig weil man ja selten in so ne Schote rein beisst…
  • Dijonsenf nach Geschmack.

Alles zusammen (bis auf den Senf) so lange kochen bis die Birnen weich sind. Dann den Senf dazu und alles entweder pürieren oder mit nur mit dem Kartoffelstampfer zerstampfen. Ich liebe den Birnensenf! die Perfekte Ergänzung zu Käse!

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Mangochutney

  • 2 Mango (in kleine Stücke geschnitten)
  • ein ordentliches Stück Ingwer (klein gehackt)
  • Chilischoten (Ich habe eine rote und eine gelbe genommen, war ganz schön scharf, aber das ist ja immer ein Glücksspiel)
  • 1 Gemüsezwiebel (in gröbere Würfel geschnitten)
  • Brauner Zucker (weißer geht auch, ich hab’s gemischt weil der braune fast leer war)
  • 2 Bio-Zitronen (Zesten und Saft)
  • 2 Bio-Orangen (Zesten und Saft)
  • Weisser Balsamico

Zuerst den Zucker im topf karamellisieren lassen (die Einen sagen „Rühren!“, die Anderen „Bloß nicht!“ … ich hab’s mal so mal so gemacht und es hat funktioniert.) dann sofort mit dem Saft der Zitronen, Orangen und einem guten Schuss weißem Balsamico ablöschen. Das gibt dann erstmal einen Klumpen, nicht erschrecken – der löst sich gleich beim kochen wieder auf. Dann die Zitrus-Zesten, den Ingwer und die Zwiebel dazu geben und kochen bis die Zwiebel glasig ist und der Karamell sich vollständig aufgelöst hat. Dann kommen die Mango-Stückchen hinzu. Weich kochen. Meine Mangos waren leider sehr fest und sind nicht wie sonst so schön zerfallen beim kochen, da habe ich mit dem Kartoffelstampfer nachgeholfen bis es eine stückige aber leicht sämige Masse war. Das Chutney ist schön scharf geworden und die Kombi mit dem Karamell ist gigantisch! Meine Zesten und Ingwerstückchen waren recht groß, so dass man sie wie kandierte Früchte raus schmeckt. Wer das nicht mag der reibt sie lieber (oder lässt sie weg) – der Ingwer sollte aber schon rein (zur Not als Pulver).

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Zwiebelmarmelade

  • Rote Zwiebeln
  • Olivenöl
  • Gelierzucker
  • Aceto Balsamico
  • Salz
  • Pfeffer

Die roten Zwiebeln halbieren und in halbe Ringe schneiden, dann in etwas Ölivenöl anbraten – gerade so dass sich etwas Röstaromen bilden, aber nicht zu viel! Dann ordentlich Gelierzucker drüber. Ich kann hier echt keine richtigen Mengenangaben machen. Tastet Euch eher langsam an Konsistenz und Geschmack ran. Kurz mit anbraten und dann mit einem großzügigen Schuss Aceto Balsamico ablöschen. Nun bei offenem Topf reduzieren lassen bis die Zwiebeln auf der Zunge zerschmelzen und die Konsistenz für Euch stimmt. Ruhig auch mal zwischendurch eine Gelierprobe auf einer Untertasse machen. Die Marmelade soll später nicht schnittfest sein, sondern schön schlonzig. Mit Salz und schwarzen Pfeffer aus der Mühle abschmecken. Die Marmelade ist hinterher schon süß, aber auch herzhaft … Perfekt zu Käse, Fleisch… oder auch einfach aufs Brot wenn man es nicht erwaten kann ;-)

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Ich wünsche Euch ganz viel Spaß in der Küche und natürlich auch hinterher beim Genießen!

Habt schöne Feiertage!

8 thoughts

  1. Sehr sehr lecker ;) Mangochutney wollte ich gerne machen, aber was sehe ich da, Chillichotten. Aber du hast es selber schon gesagt, das es dir zu scharf ist, 2 Stück dran zu machen.
    Aber ein bisschen zu scharf war es schon. Also empfiehlst du nur 1 oder soll ich die Chillis gleich komplett rauslassen.

    LG Stephan

    1. Also ich finde schon dass es leicht scharf sein sollte! Getrocknete Chili aus der Mühle sind eine gute Alternative und man kann sich langsam an die gewünschte Schärfe ran tasten.

  2. Hallo Verena,
    hmmm, sehen die lecker aus. Ich habe heute Teil 2 meiner Chutney Serie online gestellt. Deine riechen und schmecken schon beim Bild ganz lecker. Die Rezepte werde ich mir auf jedenfall ausdrucken und ausprobieren.

    Liebe Grüße
    elke von elke.works

  3. waaah, vielen lieben Dank. Das probiere ich sofort aus, wenn sich die nächste Gelegenheit bietet. wir wollen Heiligabend ein Käsefondue machen. Da müssen der Birnensenf und die Zwiebelmarmelade gleich mit auf den Tisch. <3 <3 <3

      1. Ich hatte so Zwergenwiese Gläser – keine Ahnung wieviel da rein passt… 200 ml ? Vom Mangochutney und Birnensenf waren es jeweils 5 und von der Zwiebelmarmelade 2

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