Ein klasse Feel-Good-Jugendroman mit tollen Charakteren, großen Geheimnissen, einer Prise Mystery und ganz viel Schottland! – Die Nebel von Skye von Katharina Herzog (Rezension)

Bücher, die ich als Testleserin begleiten durfte, sind immer etwas ganz Besonderes für mich. Gerade, wenn ich, wie in diesem Fall so exklusiv mitreden durfte. Neben mir und dem Verlag natürlich hatte nämlich nur die Tochter der Autorin ein Mitsprachrecht. Auch wenn ich bei Die Nebel von Skye nur wenig wirklich echte Kritikpunkte hatte – so steckt doch ein klitezekleines Stückchen Herzblut von mir in diesem Buch…

Ist diese Rezension dann trotzdem objektiv?

Nein!

Objektiv sind meine Rezensionen nämlich nie ;-) Das wäre ja auch langweilig… die Produktbeschreibungen könnt ihr auch auf der Verlagsseite oder in jedem anderem Onlineportal nachlesen. Dazu braucht ihr meinen Blog nicht. Nein, ihr wollt ja erfahren, wie ICH das Buch finde. Was mir gefällt oder was ich richtig doof finde. Und das schreibe ich auch immer unverblümt – egal, ob ich an der Entstehung des Buches irgendwie beteiligt war oder nicht.

Die Nebel von Skye ist das zweite Jugend-Romantasy-Buch aus der Feder von Katharina Herzog. Faye war ihr Debut in diesem Gerne. Das war schon echt gut gelungen, allerdings war hier mein Urteil leicht getrübt von der Vorhersehbarkeit und den den Protagonisten, die quasi jedes Klischee mit Bravour erfüllten:

Ich weiß, dass Katharina Herzog sich diese Kritikpunkte sehr zu Herzen genommen hat und gerade auf diese Aspekte ihr Augenmerk gelegt hat – mit Erfolg!

Tante Mathilda hat Enyas Familie über den Jahreswechsel auf ein schottisches Schloß eingeladen. Ok – eingeladen trifft es nicht ganz… Sie hat die Familie herbei zitiert. Denn Tante Mathilda ist steinreich – weswegen die potentiellen Erben es sich nicht mit ihr verscherzen wollen. Enya findet das erstmal aufregend – ihre achtzehnjährige Schwester Jessy ist hingegen not amused. Zu einsam, zu kalt und zu wenig Internet…

Auf Dunvegan Castle – umgeben von der malerischen Landschaft der Isle of Skye erlebt die seltsame Gruppe aus nörgelnden Teenagern, verzogenen Kleinkindern, beflissenen Erwachsenen, liebestollen Hunden, stutenbissigen älteren Damen, unglaubwürdigen Gästen, einem ängstlichen Pianisten und dem Schloßherrn, der lieber Hunde züchten würde als ein Gebäude instand zu halten, ein Neujahrsfest, das keiner so schnell vergessen wird! Was eine alte Sage, das magischen Fest Hogmanay und Jona, der gutaussehende Neffe der Wahrsagerin damit zu tun haben und was Tante Mathilda verheimlicht? Lest selbst…

Die Protagonistin Enya war mir auf Anhieb sympathisch. Etwas chaotisch, tolpatschig, aber auch sehr schlagfertig.

Jona ist mal erfrischenderweise kein „Bad-Boy“, sondern einer von den Guten. Nett, intelligent, sieht gut aus und ist schlagfertig. OK – er hat schon was zu verbergen – aber sogar das macht ihn nur noch mehr sympatisch… Ach, ich liebe einfach diese Beiden!

Aber auch Jessy ist auf den zweiten Blick gar nicht so übel – ich wünsche mir unbedingt ein „echtes“ Instagram Profil von ihr!!! Mit ganz vielen Bildern von Schottland!!! (Biiiitteeeee!) Denn so wie Katharina Herzog die Landschaft in ihrem Buch beschreibt, muss ich da unbedingt mal hin.

Auch bei den Charakteren zeigt die Autorin viel Liebe zum Detail – vor allem bei den Nebenfiguren hat mich das sehr beeindruckt. Jede einzelne Figur wurde so originell getroffen, dass ich mir echt eine Verfilmung wünschen würde. Humorvolles Popcorn-Kino mit tollen Landschaftsbildern und herzerwärmender Romantik.

A propos Romantik… sie ist da, definitv. Aber kein blödes Hin und Her wie bei vielen New Adult Romanen. Die Love Story hier ist nicht das Geheimnisvolle rund um Dunvegan Castle ;-)

Die Nebel von Skye ist ein klasse Feel-Good-Jugendroman mit tollen Charakteren, großen Geheimnissen, einer Prise Mystery und ganz viel Schottland!

Bewertung: 5 von 5.
  • Broschiert: 400 Seiten
  • Verlag: Loewe Verlag GmbH
  • ET: 8. Oktober 2020
  • Sprache: Deutsch
  • Preis: 14,95 €
  • ISBN-13: 978-3743206205
  • Vom Verlag empfohlenes Alter: ab 12 Jahren
  • Klappentext: Ferien in den schottischen Highlands könnten so romantisch sein. Aber mitten im Winter? Egal, wenn Tante Mathilda die ganze Familie auf die Isle of Skye einlädt, müssen alle mit. Schließlich ist die Tante schwerreich und hat keine Erben. Enya ist auch gleich ganz verzaubert von Dunvegan Castle, seiner bewegten Vergangenheit und den skurrilen Bewohnern. Vor allem Jona, der Junge aus dem Dorf mit seinem zahmen Bären, geht ihr nicht aus dem Kopf. Tante Mathilda aber scheint ein dunkles Geheimnis zu haben. Denn sie war schon einmal hier. Vor genau 50 Jahren, in der magischen Nacht von Hogmanay, die sich nun wiederholen könnte …

Das Buch wurde mir auf eigenen Wunsch hin vom Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Das hat meine Meinung nicht beeinflusst.

Weitere Meinungen dazu von meinen BloggerkollegInnen:

noch keine gesichtet…

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Ein Kommentar zu „Ein klasse Feel-Good-Jugendroman mit tollen Charakteren, großen Geheimnissen, einer Prise Mystery und ganz viel Schottland! – Die Nebel von Skye von Katharina Herzog (Rezension)

  1. Klingt wirklich spannend – ich mag es auch nicht, wenn die Klischees sich häufen und die Charaktere immer wieder ähnlich gestrickt sind. Das scheint hier ja gelungen zu sein!

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