Der sündigste Schokokuchen ever (Rezept) aus dem lustigsten Krimi ever – Weg vom Schuss von Jana DeLeon (Rezension)

Ich habe Tränen gelacht!

…Ok, das ist jetzt nicht zwingend das, was man normalerweise über einen Krimi sagt… zumindest nicht als Qualitäts-Kriterium. Hier schon. 

Ich weiß, nicht ob ihr die Aunt Dimitiy Reihe kennt, falls ja, dann habt ihr mit Miss Fortune eine würdige Nachfolgerin gefunden. Zwar unterscheiden sich beide Protagonistinnen wie Tag und Nacht, aber die Schlagfertigkeit und die Unerschrockenheit angesichts des unerwartet kriminellen Kleinstadtlebens ist ihnen gemein.

Die CIA-Agentin Fortune Redding bringt sich aufgrund ihres Temperamentes gerne in Schwierigkeiten – dieses Mal ist sie allerdings wirklich zu weit gegangen. Sie muss untertauchen, weil ein hohes Kopfgeld auf sie ausgesetzt wurde. Das Zeugenschutzprogramm kommt dabei jedoch nicht in Frage, da Fortunes Chef einen Maulwurf in den eigenen Reihen vermutet. Daher gibt er sie als seinen eigenen Nichte aus, die die Angelegenheiten ihrer kürzlich verstorbenen Tante im beschaulichen Sinful regeln soll. Zwar weiß Fortune noch nicht, wie sie die Rolle der beautysüchtigen Bibliothekarin überzeugend spielen soll, aber sie stellt sich der Herausforderung. Nicht ahnend, dass das bald ihr geringstes Problem sein wird…

Denn als der Hund ihrer angeblichen Tante direkt bei ihrer Ankunft einen menschlichen Knochen aus dem sumpfigen Fluss hinter ihrem Haus zieht, beginnt ein rasantes Abenteuer auf der Jagd nach unschuldigen Verdächtigen, nächtlichen Besuchern und Bananenpudding!

Begleitet wird Fortune dabei von zwei rüstigen alten Damen, die jedoch nicht nur Strickmuster austauschen, sondern erstaunlich bewandert sind in der Aufklärung von Verbrechen. Anscheinend ist Fortune nicht die Einzige im Dorf, die ein Geheimnis hütet…

Sie war wie der Pate, nur weiblich, grauhaarig und in Südstaatenausgabe.

Die Schlagfertigkeit, das Tempo und den Wortwitz von Fortune und ihren „Golden Girls“ schreibe ich zum größten Teil der Übersetzerin Jeanette Bauroth zu. Ich habe von ihr schon die Chroniken von York begeistert gelesen und rezensiert. 

Der Schokokuchen, den die Damen bei ihren kriminalistischen Beratungen bevorzugt essen, ist eines von 3 sündigen (da die Stadt ja Sinful heisst ;-) ) Rezepten im Buch. 

Ich habe es für Euch getestet und bin ihm völlig erlegen…

Und damit ich nicht alleine sündigen muss, darf ich Euch das Rezept hier verraten:

Sündiger Schokoladenkuchen aus „Weg vom Schuss“

Zutaten:

  • 190g weiche Butter (ich habe Alsan verwendet)
  • 190g brauner Zucker
  • 3 Eier
  • 60g Kakaopulver (ich habe noch etwas Chili dazu gemahlen)
  • 130g Mehl
  • 1 TL Backpulver
  • 25 ml Milch (ich musste noch etwas nachgießen)
  • Butter zum Ausstreichen der Kuchenform (entfällt bei einer Silikonform)

Zubereitung:

  • Den Backofen auf 170°C Ober-/Unterhitze vorheizen
  • Butter und Zucker schaumig schlagen. Die Eier unterrühren.
  • Die restlichen Zutaten unterrühren.
  • In eine ca. 20 cm lange Kastenform füllen und 50 – 60 backen. Garprobe mit einem Holzstäbchen machen.
  • Auf einem Kuchengitter abkühlen lassen und genießen!

Ich kann es kaum erwarten, den nächsten Band zu lesen. Band 2 Mordsmäßig schön und 3 Tod im Tümpel sind schon erschienen, Band 4 kommt im Sommer. Schließlich muss ich ja wissen, ob da noch was geht mit dem mürrischen Debuty… ;-)

Weg vom Schuss ist für mich eine Feel-good Story mit viel Humor, Spannung und einer Wendung die ich ehrlich nicht habe kommen sehen. Ganz klare Lese-Empfehlung und 5 von 5 Lieblingslesesessel!

  • Taschenbuch: 284 Seiten
  • Verlag: Jana DeLeon
  • Neuauflage: 28. Januar 2019
  • Sprache: Deutsch
  • Übersetzung: Jeanette Bauroth
  • Preis: 12,83 €
  • ISBN-13: 978-4294017166
  • auch als Ebook erhältlich
  • Klappentext: Weitab vom Schuss erlebt die CIA-Agentin Fortune Redding ihre bisher schwierigste Mission: Weil ein Waffenhändler ein Kopfgeld auf sie ausgesetzt hat, muss sie kurzfristig in dem Provinzkaff Sinful in Louisiana untertauchen. Ihr Chef will sie ausgerechnet als ehemalige Schönheitskönigin und Bibliothekarin tarnen, obwohl sie weder mit Schminke noch mit Büchern etwas am Hut hat. Womit Fortune nicht rechnet: dass eine Leiche auftaucht, noch ehe sie ihren Koffer ausgepackt hat. Und dann fängt auch noch der viel zu attraktive Deputy Sheriff der Stadt an, unbequeme Fragen zu stellen. Um ihre Tarnung zu retten, muss Fortune den Mord aufklären, bevor es zu spät ist. Unerwartete Hilfe bekommt sie von zwei harmlos aussehenden alten Damen, die es jedoch faustdick hinter den Ohren haben. Aber kann sie den beiden auch trauen?

Und? Appetit bekommen? 

4 thoughts

  1. Oh, da werde ich ja gleich rot vor Übersetzerinnenstolz. :-) Vielen Dank! Aber ich freue mich, dass ich dich so für eine meiner Lieblingsreihen begeistern konnte. Im nächsten Band gibt es ein Rezept für leckere Schokobrownies. Teenagertochter-getestet!

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