Das Ende der Menschheit von Stephen Baxter

„Das Ende der Menschheit“ ist der Versuch von Stephen Baxter an den Klassiker „KRIEG DER WELTEN“ von H.G. Wells anzuknüpfen, der 1898 das Genre „Science-Fiction“ quasi erst erschuf. Ich habe H.G. Wells‘ Roman als Teenager verschlungen. Science-Fiction war schon immer mein Ding. Mein allerliebstes Buch vom Großmeister dieses Genres war „Die Zeitmaschine“ – auch als Film, das Original oft kopiert aber unereicht genial! Daher musste ich einfach zugreifen, als mir die Fortsetzung von „Krieg der Welten“ angeboten wurde!

Vierzehn Jahre sind vergangen, seit die Invasion der Marsianer Englands Städte in Schutt und Asche legte. Vierzehn Jahre, seit die Angreifer vom roten Planeten an den Mikroben der Erde zugrunde gingen. Seitdem herrschen Frieden, Wohlstand und Fortschritt. Als man erneut den Start von Marsraketen beobachtet, macht sich daher keiner Sorgen – bis auf Walter Jenkins. Und er hat recht. Denn die Marsianer kommen zurück. Und sie wollen nur eins: Rache.

Leider verspricht der Klappentext eine actionreiche Handlung mit den Marsianern als altes und neues Feindbild, die Stephen Baxter so nicht halten konnte. Langatmig ziehen sich die Militärformatierungen durch das Buch. Es liest sich wie ein Kriegsbericht – nicht wie ein spannender Roman. Ich gebe zu, ich habe mehr als einmal daran gedacht, das Buch abzubrechen. Habe es auch immer wieder zur Seite gelegt und ein anderes Buch zwischendurch gelesen. Das hat es aber natürlich auch nicht besser gemacht. Letztendlich habe ich mich dann doch aufgerafft, es zuende zu lesen in der Hoffnung dass der Geist von H.G. Wells doch irgendwo schlummert. Dem war nicht so.

Selbst das  – zugegeben geniale Cover – verspricht mehr, als der Inhalt halten kann. Mir haben die Kampfmaschinen der Marsianer, wie sie unsere Wahrzeichen zersören außerordentlich gut gefallen. Der Comicstil lässt mein SciFi Herz höher schlagen.

Ich vergebe nur 2 von 5 Lieblingslesesesseln. 2 als Anerkennung für den Versuch sich an so einem Erfolg messen zu wollen.

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Lest lieber „Krieg der Welten“ …

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  • Broschiert: 592 Seiten
  • Verlag: Heyne Verlag
  • Erscheinungstermin: 9. Oktober 2017
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-13: 978-3453318458
  • Preis: 16,99 €
  • auch als Ebook erhältlich

Mehr über das Buch und den Autor erfahrt ihr beim Verlag. Herzlichen Dank an Heyne aus der Random House Verlagsgruppe für das Bereitstellen dieses Rezensionsexemplares!

8 thoughts

  1. Die Zeitmaschine kenne ich auch! ein Gott ist das lange her, da war ich sieben Jahre alt. Ich steh voll auf ScFi und danke dir, das du so ehrlich schreibst, sonst hätte ich es gekauft und wäre enttäuscht gewesen.
    Liebe Grüße
    Sigrid

  2. Ich finde es gut, dass du so ehrlich schreibst. Mich spricht hier schon das Cover nicht an – ich lese aber auch nicht so gern SciFi. Und Hut ab, dass du durchgehalten hast. :)

  3. Liebe Verena

    Da mein Sohn Bücher auch verschlingt, wäre das auch was für ihn!

    Danke Dir für die Inspiration, muss ich mir für Weihnachten notieren!

    Hab einen schönen Tag!

    xoxo
    Jacqueline

  4. Ich finde es toll, dass du solche Bücher nicht abbrichst. Mir fällt das zuweilen echt schwer, das Buch oder eBook nicht aus der Hand zu legen. Oft lege ich eine Geschichte auch mal zur Seite und steige dann Wochen später nochmal ein. Manchmal passt es dann sogar und ich bin plötzlich gefesselt. Viele Grüße, Simone

  5. Huhu,

    das Buch habe ich nun schon öfters gesehen, wollte aber erst einige Meinungen abwarten.

    Schade das es dich nicht überzeugen konnte, aber gut begründet. Ich werde es vorerst nicht kaufen.

    Lg

    Steffi

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