Die Schwarzwalduni… Black Forest High – Ghostseer von Nina MacKay (Rezension)

Nachdem ich Teenie Voodoo Queen geliebt und Dämonentage auch sehr gemocht habe, konnte ich Black Forest High kaum erwarten!

Seventina Alexia Richards – genannt Seven – ist gerade an einem Tiefpunkt in ihren 16jährigen Leben angelangt: Ihre Mutter sitzt im Gefängnis, nachdem sie den Mörder von Sevens Schwester Nova im Gerichtssaal erschossen hat. Ihre große Liebe betrügt sie mit Sevens bester Freundin und als wären das nicht schon genug Katastrophen für zwei Teenagerleben, kann Seven auch noch Geister sehen! Furchteinflössende Poltergeister, aber auch Remi

Remi ist der klischeehafte beste schwule Freund (aber null klischeehaft gezeichnet – großes Kompliment hierfür!). Durch ihn kann Seven diese schwere Zeit viel besser etragen – vor allem mit viel Eiscreme und Gossip Girl – wenn da nur nicht die klitzekleine Kleinigkeit wäre, dass Remi schon lange tot ist… Er ist ein Schulgeist, der Seven seit zwei Jahren überzeugen möchte, an die Black Forest High nach Deutschland zu wechseln, damit sei Ihre Fähigkeiten als Geisterseherin ausbilden lassen kann.

Seven gibt nun – unglücklich wie sie ist – endlich nach und macht sich auf die Reise nach Deutschland. Doch entgegen aller Erwartungen ist die Schule nicht für Seven die letzte Rettung, sondern anscheinend UMGEKEHRT!

Die Schüler der Black Forest High sind in 4 Special-Units aufgeteilt, je nach Veranlagung und Begabung: Geisterjäger, Medien, Exorzisten und Geisterforscher – wobei Letztere eher ein Auffangbecken für all Jene ist, die keine Begabung für die anderen 3 Talente zeigen. Seven zeigt erstaunlicherweise Anlagen für alle dieser Gruppen – ein Umstand der alle sehr zu wundern scheint. Und dass, obwohl alle Anderen mehr über Sevens Erbe wissen zu scheinen als sie selbst – vor allem die verstörend attraktiven und komplett unterschiedlichen Irving-Zwillinge…

Die Geschichte ist der perfekte Mix aus Fantasy, Thriller und Mystery – gewürzt mit einer Prise Love Strory!

Zwei winzige Kritikpunkte habe ich:

Zum einen … Warum heißt die Schule Black Forest High??? Warum nicht Schwarzwaldklinik.. äh.. Schwarzwarld-Uni? (Ok – klingt vielleicht nicht ganz so modern…) Oder eben ein anderes deutsches Pendant. Dass die Schule einen englischen Namen trägt, obwohl sie in Deutschland steht, macht für mich überhaupt keinen Sinn. Ich finde ja, dass auch die Protagonisten nicht immer aus den USA stammen müssen wenn nicht für die Handlung notwendig. Das hat mich hier jetzt nicht groß gestört. Ich finde aber, eine deutsche Schule darf ruhig auch einen deutschen Namen haben…

Das zweite, was mich gestört hat, ist die Tatsache, dass die Protagonistin wieder mal als leicht pummelig dargestellt und betont wurde, wie schnell sie doch einen „Hammerbody“ bekommt nur durch ein wenig Training. Das war bei Teenie Voodoo Queen auch schon so. Hm. Ich weiß, das die Autorin einen solchen „Hammerbody“ hat und glaube auch, dass sie es gar nicht so meint, wie es bei mir ankommt. Aber als Mutter zweier Töchter reagiere ich empfindlich darauf, wenn in Büchern nur mega schlank als das Erstebenswerte propagiert wird. Man hätte das hier schlicht und einfach weglassen können ohne dass die Story dadurch Schaden genommen hätte.

Das ist aber wirklich Meckern auf hohem Niveau!

Der Stil von Nina MacKay ist einfach großartig! Mit Wortwitz und viel Humor fliegt die Geschichte nur so dahin und ich liebe Seven und deren Schlagfertigkeit! Ich wäre froh gewesen, mir wären nur die Hälfte der Sprüche als Teenager eingefallen! Anspielungen auf die Popkultur runden das Ganze perfekt ab – Seven und ihr bester Freund Remi sind z.B: große Gossip Girl Fans!


Und jemand, der Game of Thrones mochte, konnte kein schlechter Mensch sein.


(S.399)

Das Setting ist genial! Alles ist stimmig und innovativ. Am witzigsten fand ich die Türen, die jeweils von einem anderen Geist besessen waren und sich nur öffnen ließen, wenn man ihrer Neigung entsprechend entweder Karate anwendet, die Tage bis Weihnachten errechnet oder ein Rezept in den Schlitz steckt. Die Flachwitztür natürlich nicht zu vergessen… Die Schule, die die Autorin da beschreibt ist so liebevoll bis ins kleinste Detail erdacht, als ob sie wirklich so existieren könnte…

Eigentlich wäre diese Schule die perfekt Vorlage für das Buch, das ich schon immer hatte schreiben wollen. Und das Beste: Alle Leser würden es für reine Fiktion halten, für meine blühende Fantasie. Nicht wissend, dass die Black Forest High wirklich und wahrhaftig existierte.

(Seven aus Black Forest High)

Ok Nina MacKay – jetzt mal Butter bei die Fische! Gibt es diese Schule wirklich???

Schön wäre es – auf jeden Fall ist Black Forest High ein ganz tolles Buch! Da es der Auftakt zu einer neuen Reihe ist, kommt das Ende natürlich nicht ohne Cliffhanger aus. Trotzdem empfehle ich Euch, das Buch jetzt schon zu lesen und nicht erst auf die Fortsetzungen zu warten – schließlich sollt ihr genauso leiden wie ich ;-) Nein, Spaß beiseite. Ich habe es auch gleich an meine Tochter Emma weiter gegeben. Das Ende ist fies, aber dennoch genau richtig!

Ich vergebe gerne volle 5 von 5 Lieblingslesesessel.

  • Broschiert: 400 Seiten
  • Verlag: ivi
  • Erscheinungsdatum: 1. März 2019
  • Sprache: Deutsch
  • Preis: 15 €
  • ISBN-13: 978-3492705219
  • auch als Ebook erhältlich
  • VomVerlag empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
  • Klappentext:
    Seven hält den Rekord der am längsten außerhalb der Schule überlebenden Geistbegabten. Dadurch ist sie, seit sie zusammen mit ihrem Geisterfreund Remi die Schule betreten hat, bekannter als ein Geist mit zwei Köpfen. Was nicht nur bei den geheimnisvollen Zwillingen Parker und Crowe für Aufmerksamkeit sorgt. Und schnell bemerkt Seven, dass auf der Black Forest High so einiges nicht stimmt: Was steckt hinter der geheimen Arbeitsgruppe, von der niemand weiß, was sie tut oder wer ihr angehört? Weshalb halten es alle für normal, dass die Schule gutes Geld mit den Schülern verdient, die Geister austreiben und verschollene Testamente ausfindig machen? Warum verschwinden zahlreiche Schulabgänger spurlos? Und weshalb scheinen es sämtliche Poltergeister, die von Sevens toter Schwester flüstern, auf sie abgesehen zu haben? Seven macht sich auf die Suche nach Antworten – gemeinsam mit ihren neuen Freunden und dem ein oder anderen nervigen Toten, der einfach nicht akzeptieren will, dass seine Zeit abgelaufen ist.

Ein ganz großes Dankeschön geht an den PiperVerlag , der es mir ermöglichte, dieses wunderbare Buch schon vorab zu lesen!

Weitere Meinungen dazu von meinen BloggerkollegInnen:

noch keine gesichtet…

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